Filmen mit der Nikon D5300 – erste Erfahrungen

Filmen mit der Nikon D5300

Mittlerweile fotografiere ich schon etwas mehr als ein Jahr mit der Nikon D5300 und konnte in dieser Zeit zumindest aus meiner Sicht sichtbare Fortschritte machen. Irgendwann stellte sich dann die Frage danach, auf welche Art und Weise die gelungenen Arbeiten ansprechend nach Themengebieten präsentiert werden könnten, um nicht auf der Computerfestplatte in Vergessenheit zu geraten.

Die Erinnerungs-Fotobücher mit denen meine Frau die schönsten Events eines Jahres in Bild und Text zusammenfasst waren mir nicht ausreichend. Es sollten Videos mit Hintergrundmusik und tollen Effekten erstellt werden, die Familie und Freunde begeistern würden.



Ende des letzten Jahres wurden dann die Videoschnitt-Testversionen von AquaSoft Diashow 10, AquaSoft Stages 10, Magix Video Deluxe Plus und Magix Video Pro X getestet. Die Wahl fiel letztendlich auf die teuerste Version Magix Video Pro X zum einen aufgrund der praktischen Möglichkeit per Mausklick Rastmarker im Takt der Musik setzen zu können und zum anderen aufgrund der genauen Effekt-Steuerung von Videoeffekten per Keyframes.

Mehr als qualitativ für einen Videoabend im Familienkreis geeignete Produktionen kamen zunächst nicht zu Stande. Die eingesetzte Videoschnittsoftware bietet zwar die Möglichkeit Zoom- und Kamerafahrten auf ein Foto und jede Menge Übergangsblenden anzuwenden, allerdings war der Eindruck des fertigen Videos wenig professionell, eben eine Aneinanderreihung von Fotos ohne Handlung. 

Somit war der Anstoß gegeben, sich tiefer mit dem Videofeature der Nikon D5300 zu beschäftigen. Schließlich vermag diese Kamera Videos mit einer Framerate von 60 fps in HD-Qualität aufzunehmen.  In der Folgezeit habe ich mich dann so durchgewurschtelt mit zunehmendem Frustfaktor. Unscharfe, verwackelte, flackernde und überbelichtete Videoaufnahmen sind halt das Ergebnis, welches man bekommt, wenn man mit einer Spiegelreflexkamera filmt und keine Ahnung hat von dem, was man da tut, und da hilft auch nicht das teuerste Zubehör.

Videos mit einer DSLR wie der Nikon D5300 zu drehen, ist etwas völlig anderes, als mit einem Camcorder zu filmen. Die Unterschiede fangen schon bei der Technik an: Ein Camcorder oder eine ActionCam haben einen kleinen Bildchip, eine DSLR einen viel größeren; ein Camcorder kann motorisch zoomen, eine DSLR nicht; eine DSLR hält man anders als eine Filmkamera. Schärfe- und Kontrasteinstellungen bei der DSLR sollen beim Filmen völlig anders eingestellt werden, als beim Fotografieren: Hohe Schärfe und hoher Kontrast beim Fotografieren, aber genau das Gegenteil beim Filmen. Die Belichtungszeit beim Filmen ist von der gewünschten Bildwiederholungsrate abhängig und eher lang: 30 fps – 1/60 Sekunde oder 60 fps – 1/120 Sekunde.  Aufgrund der langen Belichtungszeiten müssen dann wiederum bei guten Lichtverhältnissen, wie sie zum Beispiel an einem sonnigen Tag vorliegen, Graufilter zum Abdunkeln eingesetzt werden, um eine Überbelichtung zu vermeiden. Alles das musste ich neu lernen.

Nun, nach einigen Monaten (!) Einarbeitungszeit sind aber die ersten brauchbaren Videos entstanden. Um diese Videos in HD-Qualität meinem Bekanntenkreis zugänglich zu machen, wurde vor einem Monat auch ein YouTube-Channel eingerichtet. Derzeit sind hier vier Videos von unseren Autos zu sehen, das nächste Projekt wird dann ein Urlaubsvideo sein.

Hier sind die Links zu den bisher veröffentlichten Videos: 

Mir ist vollkommen klar, dass ich weit davon entfernt bin, mich als Experten für Film und Video zu halten. Irgendwie wurschtel ich mich da so durch, probiere viel neues Equipment aus und muss gestehen, dass es noch viel Raum zu Verbesserungen gibt. Meine zukünftigen Erlebnisse und Erfahrungen sowie einige Tipps werde ich dann hier im Blog posten.

Ausrüstung

Mein bisher eingesetztes Equipment wurde bei Amazon gekauft:

Bei den mit * gekennzeichneten Links handelt es sich um Affiliate Links. Kostet euch keinen Cent extra darüber zu kaufen, aber ich erhalte einen kleinen Anteil vom Kaufpreis von Amazon. Vielen Dank! 🙂

Systemeinstellungen

Für die Videos verwende ich zur Zeit folgende Konfiguration:

  • Videoeinstellungen: 1920×1080; 60p (NTSC) 
  • Aufnahmemodus: Manuell (M)
  • Belichtungszeit: 1/100 oder 1/120 Sekunde
  • Picture Control: Scharfzeichnung und Kontrast auf Minimalwert  
  • Fokussieren: Wechselweise „Manueller Fokus“ (MF) oder „Permanenter Autofokus“ (AF-C)
  • Brennweite: Überwiegend 24 mm

 

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