Landschaften

Landschaftsfotografie

Die Fototografie malerischer Panoramaansichten schroffer Berggipfel, blühender Felder und Wiesen mit markanten Wolkenformationen können stimmungsvolle Bilder erzeugen. Küstenlandschaften und Strände, mächtige Wellen, die an Klippen zerschellen bieten ebenso viele interessante Fotomotive. Farbenprächtige Sonnenauf- oder -untergänge sowie dunkle Wolken eines heraufziehenden Gewitters können eindrucksvoll in Szene gesetzt werden.

Natürlich freuen wir uns, wenn uns auf einem Ausflug oder Wanderung ein strahlend blauer Himmel begleitet. Aus Sicht des Fotografen ist dies aber eher langweilig. Denn ein einförmig blauer Himmel wirkt nicht halb so interessant, wie ein Himmel mit Wolkenfetzen oder Kondensstreifen von Flugzeugen, die man zusätzlich betonen kann, wenn die Szene leicht seitlich beleuchtet wird. Polfilter beeinflussen die Intensität blauer und grüner Farbtöne. Je nach Stellung machen sie das Blau des Himmels satter und das Grün von Wiesen und Blättern intensiver.


Fotogalerie „Landschaftsfotografie“

© Photos – Andy van Ahlen

 

Tipps zur Landschaftsfotografie

1. Rechtzeitig vor Ort.

In der Landschaftsfotografie kommt es oft vor, dass die besten Lichtvehältnisse nur für einen kurzen Augenblick vorhanden sind. Es empfiehlt sich daher, mindestens 30 Minuten for dem Fotoshooting am Zielort einzutreffen, um die benötigte Ausrüstung (Stativaufbau, Objektivwechsel) vorzubereiten. Ich selbst versuche, wenn es mir mal gelingt, für ein Fotoshooting am Morgen ca. 45 Minuten vor Sonnenaufgang oder für ein Shooting am Abend 30 Minuten vor Sonnenuntergang am Ort zu sein.

Der Blickwinkel.
Planen Sie genug Zeit ein, den richtigen Standort zu suchen. Der Standort bestimmt den Blickwinkel. Während frontale (90°-Blickwinkel) einen eher sachlichen Abbildungseindruck erzeugen, betonen diagonale Blickwinkel die Plastizität und wirken oft dynamischer.

2. Verwenden Sie ein Stativ.

Gerade in der Landschaftsfotografie, wird gerne eine hohe Schärfentiefe, also eine geschlossene Blende, d.h. hohe Blendenzahl eingesetzt, um möglichst viel im Vordergrund wie im Hintergrund scharf abbilden zu können. Opfern Sie daher keine Tiefenschärfe oder die Chance auf eine geringo ISO-Zahl zu Gunsten einer kurzen Belichtungszeit. Verwenden Sie stattdessen lieber ein Stativ, um mit einer hohen Tiefenschärfe (Blende f11) und niedrigem ISO-Wert zu fotografieren, ohne auf die Belichtungszeit acht geben zu müssen.

Ich habe mir angewöhnt, die beste Perspektive für das Foto zunächst aus der Hand zu suchen. Erst, wenn der richtige Blickwinkel gefunden ist, wird das Stativ aufgestellt und ausgerichtet.

3. Vermeiden Sie das Verwackeln der Kamera.

Insbesondere bei der Verwendung von langen Brennweiten kann es durch das manuelle Auslösen der Kamera zu unscharfen Bildern aufgrund geringster Bewegungen kommen. Fotografieren Sie in diesem Fall unter Verwendung eines Fernauslösers oder des Selbstauslösers.

Die Spiegelvorauslösung.
Verwenden Sie eine Spiegelreflexkamera, dürfte bekannt sein, dass diese einen Spiegel enthält, der beim Auslösen hoch- und danach wieder zurückklappt. Dieser sogenannte „Spiegelschlag“ verursacht leichte Vibrationen des Kameragehäuses, die das Foto bei längeren Belichtungszeiten leicht unscharf machen können. Um dies zu vermeiden sind manche Spiegelreflexkameras mit einer Spiegelvorauslösung ausgestattet. Beim Betätigen des Auslösers klappt zunächst nur der Spiegel hoch und est nach einer knappen Sekunde Wartezeit wird das eigentliche Foto geschossen. Die Spiegelvorauslösung eignet sich daher allerdings nur für statische Motive, was aber bei langen Belichtungszeiten eh der Fall ist.

4. Schenken Sie der kompletten Szene Ihre Aufmerksamkeit.

Die Bild-Komposition wird wesentlich darüber mitentscheiden, ob die Fotografie gut wird oder nicht. Sie als Fotograf entscheiden, was auf dem Bild zu sehen sein soll und was nicht. Es ist einfach, sich zu stark auf das Hauptobjekt zu fokussieren und den Rest zu vergessen. Aber manchmal sind es grade die kleinen Dinge, die, wenn sie richtig in die Bildkomposition eingebunden werden, aus dem Schnappschuss ein großartiges Foto machen. Um die Plastizität der Abbildung zu betonen, empfiehlt es sich oft, im Vordergrund platzierte Gegenstände in das Foto mit einzubinden.

5. Der Fokus-Punkt.

Landschaftsfotografien wirken um so interessanter, wenn man sich bei der Bildkomposition Gedanken macht, welches Objekt im Foto selbst im Vordergrund stehen soll. Dies können ein altes Gebäude, ein Baum, Felsen oder andere interessante auffällige Gegenstände sein. Wenn Ihr einen solchen Blickfang gefunden habt, fokussiert darauf, so dass die Schärfentiefe von dort ausgeht. Das bedeutet aber keineswegs, dass der Blickfang am Ende auch wirklich im Mittelpunkt des Fotos stehen bleiben muss. Ganz im Gegenteil, oft kommt ein solches Objekt noch mehr in einem Landschaftsfoto zur Geltung, wenn es am Rand platziert ist.

7. Die richtige Bildaufteilung.

Auch hier gibt es eigentlich kein richtig oder falsch. Wenn man gerade mit der Landschaftsfotografie anfängt sollte man sich vielleicht erst mal an eine Regelung halten, die „Drittelregel“. Oftmals wirken Landschaftsfotos langweilig, wenn der Horizont genau in der Mitte platziert wird, in diesem Fall erhält weder die Landschaft selbst, noch der Himmel eine besondere Gewichtung und dem Betrachter fällt es manchmal schwer, sich auf das Landschaftsfoto zu konzentrieren und das besondere darin zu sehen. Die meisten Kameras ermöglichen das Einblenden von Gitterlinien, die den Fotografen bei der Wahl der richtigen Bildaufteilung sehr gut unterstützen.

8. Linien suchen

Nutzen Sie die Führungsfunktion von Linien, um die Blicke des Betrachters in Ihren Bildern zu leiten. Diagonale Linien werden üblicherweise mit Bewegung und dynamik assoziiert. Außerdem verleihen sie dem Foto mehr räumliche Tiefe und machen es interessanter. Unter Linien verstehe ich zum Beispiel Feldwege, Zäune aber auch ein auf dem Boden liegender Baumstamm.

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