Lost Places

Die Faszination der Lost Places

 

Was sind Lost Places?

Bei den sogenannten „Lost Places“ handelt es sich nicht zwangsläufig, wie die wörtliche Übersetzung vermuten lässt, um „verlorene“, sondern eigentlich eher um vergessene Orte. Das können alte Klinikanlagen, Firmengebäude, Hotels, Wohnhäuser, verlassene Bauernhöfe, längst ausgediente Schulen, leere Schwimmhallen, ganze Freizeitparks sein. Gebäude, Anlagen oder Gebiete, die von Menschen zurückgelassen wurden, über viele Jahre der Witterung und anderen Umwelteinflüssen ausgesetzt waren, jetzt verfallen, von der Natur zurückerobert werden und teils mitsamt der alten Einrichtung in einem Dornröschenschlaf versinken … nie aufgeweckt, nie gestört, nur ab und an berührt von den sogenannten Urbexern. Eines haben diese Orte alle gemeinsam: den Gänsehaut-Faktor, der einen solchen Reiz auf uns ausübt.




Obwohl sie völlig verlassen aussehen, sind viele vermeintliche Lost Places in Privatbesitz, sodass ein einfaches Betreten rechtlich gesehen einen Hausfriedensbruch darstellen kann. Auf Nummer sicher geht man, indem man sich eine Genehmigung einholt. Gerade an bekannteren Lost Places gibt es jedoch oftmals Führungen, in deren Rahmen ein Betreten natürlich erlaubt ist.

Lost Place – Eisenbahntunnel

Eingeschlagene Scheiben, beschmierte Wände, gestohlene Möbel oder Unmengen an Müll sind nur einige der Folgen von der hohen Beliebtheit der Lost Places.
Um solchen Vandalismus zu umgehen, solltet ihr euch bei der Erkundung daher an einige Spielregeln halten:

Welche Verhaltensregeln sind zu beachten?

Urbexer (Urban Explorer) nennen sich die Abenteurer, die solche verlassenen Orte entdecken und fotografieren. Sie achten dabei darauf, nur zu beobachten, aber dabei nichts zu verändern. Häufig werden die Orte, die entdeckt und fotografiert, geheim gehalten, um zu vermeiden, dass zu viele Menschen den Lost Places den Zauber nehmen.

„Hinterlasse nichts außer Fußspuren, nimmt nichts mit außer Bildern“, lautet die goldene Regel der Urbexer.

  • Da sich die Grundstücke fast immer in staatlichem oder privatem Besitz befinden, ist der Zutritt strengstens verboten. Die Gebäude sind oft baufällig und Einsturz gefährdet. Das Betreten erfolgt demnach auf eigene Gefahr.
  • Auf keinen Fall gewaltsam eindringen – das heißt, keine Hilfsmittel, wie beispielsweise ein Brecheisen, benutzen, um sich einen Zutritt zum Lost Place zu verschaffen.
  • Falls ein Lost Place nicht öffentlich zugänglich ist, besorgt euch vor eurer Erkundung immer eine Genehmigung des Eigentümers.
  • Wenn ihr den Lost Place erkundet, solltet ihr ihn immer so verlassen, wie ihr ihn vorgefunden habt und nichts mitnehmen – außer fotografische Erinnerungen.
  • Naturschutzgebiete sind komplett tabu und das solltet ihr natürlich auch akzeptieren.
  • Beim Betreten der Lost Places an festes Schuhwerk denken und am besten eine Taschenlampe mitnehmen. 
  • Außerdem sollte man nie öffentlich ein Wort über den genauen Standort verlieren, damit dieser auch weiterhin ein Lost Place bleibt und kein Opfer von Diebstahl und Vandalismus wird.

Literatur zum Thema Lost Places: